Öffentliche Arbeitsfassung • 2026

Eine gemeinsame Sprache für technologische Ökosysteme.

UTEA ist eine vorgeschlagene offene Referenz-Metaarchitektur und ein semantischer Standard zur einheitlichen Darstellung von Geräten, Systemen, Beziehungen, Prozessen und Wissen über Technologiedomänen hinweg.

UTEA – Unified Technology Ecosystem Architecture An Open Reference Metaarchitecture and Semantic Standard for Technology Ecosystems
UTEA ist kein fertiger Industriestandard. Es handelt sich um eine Architektur in Entwicklung, die wissenschaftlich validiert und schrittweise spezifiziert werden soll.
UTEA Bedeutung • Struktur • Kontext • Zeit
Energie
Industrie
Verkehr
Gebäude
Sicherheit
Forschung
01

Heutige Systeme sprechen unterschiedliche Sprachen

Hersteller, Branchen und Anwendungen verwenden eigene Bezeichnungen, Datenstrukturen und Bedeutungen. Technische Konnektivität allein gewährleistet daher noch kein Verständnis.

02

Daten bleiben in Domänen eingeschlossen

Energiewirtschaft, Gebäudeleittechnik, Videoüberwachung, Einbruchmeldetechnik, Batteriespeicher, Verkehr und Industrie werden getrennt verwaltet, obwohl sie in der Praxis ein gemeinsames betriebliches Ökosystem bilden.

03

Eine gemeinsame Darstellung der Realität fehlt

UTEA soll eine einheitliche architektonische und semantische Grundlage schaffen, statt einer weiteren isolierten Software oder proprietären Dateninsel.

Was ist UTEA

UTEA ist eine offene Referenz-Metaarchitektur und ein semantischer Standard, der eine einheitliche Darstellung technologischer Ökosysteme über verschiedene Anwendungsdomänen hinweg definiert.

UTEA schreibt keine bestimmte Datenbank, kein Kommunikationsprotokoll und keine einzelne Anwendung vor. Sie definiert Prinzipien, Regeln, Identitäten, Beziehungen und Bedeutungsmodelle, auf deren Grundlage interoperable Implementierungen entstehen können.

Von der physischen Realität zu Wissen und Entscheidungen

UTEA schafft einen gemeinsamen Rahmen über bestehenden Technologien. Ihre Unterschiede bleiben erhalten und können in einem konsistenten Raum beschrieben und interpretiert werden.

7
Execution & AutonomySteuerung, Umsetzung von Änderungen, sichere autonome Prozesse
6
Decision & IntelligenceAnalyse, Inferenz, Vorhersage, Empfehlungen und Entscheidungen
5
Knowledge & Digital TwinWissensgraph, digitale Darstellung, Verhaltens- und Szenariomodelle
4
Unified Semantic Spacegemeinsame Bedeutung von Objekten, Beziehungen, Ereignissen und Wissen
3
Reference Ontology & Universal Data Modeleinheitliche Klassen, Entitäten, Identitäten, Eigenschaften und Verknüpfungen
2
Integration & MappingAbbildung von Herstellern, Protokollen, APIs, Dokumenten und historischen Daten
1
Physical Technology EcosystemGeräte, Systeme, Gebäude, Infrastruktur, Menschen und Organisationen

Neun Perspektiven auf dieselbe Realität

Ein vollständiges Verständnis eines technologischen Ökosystems erfordert mehr als eine Geräteliste. UTEA arbeitet deshalb mit miteinander verknüpften Modellen.

Temporal ModelWann finden Veränderungen statt?
Context ModelUnter welchen Bedingungen?
Multi-Level AbstractionAuf welcher Ebene?
Behavior ModelWie verhält sich das System?
Evolution ModelWie entwickelt es sich langfristig?
Causal ModelWarum treten Veränderungen auf?
Scenario ModelWas könnte passieren?
Reality AlignmentEntspricht das Modell der Realität?
Unified Semantic SpaceWie werden alle Perspektiven vereint?
Überblick über die Architekturstrukturen von UTEA
Arbeitsvisualisierung der mehrstufigen Abstraktion und der Architekturprinzipien von UTEA.

GridKeeper — eine Plattform, die UTEA in der Praxis umsetzt

GridKeeper ist eine der Plattformen, die UTEA in der Praxis veranschaulichen und ihre architektonischen und semantischen Prinzipien anwenden. Sie verbindet Technologien, Betriebsdaten und deren Bedeutung in einer Umgebung und zeigt, wie der gemeinsame UTEA-Rahmen die Verwaltung realer Systeme unterstützen kann.

GridKeeper verbindet Erfassung, Dokumentation, Prüfungen, Service, Monitoring und Steuerung technischer Systeme in einer Umgebung. Zugleich dient es als Plattform zur praktischen Validierung und Weiterentwicklung der UTEA-Prinzipien.

GridKeeper besuchen ↗
UTEAStandard und Metaarchitektur
↓
GridKeeperReferenzimplementierung
↓
Living Labsexperimentelle Validierung

Von der Theorie zur experimentell validierten Architektur

UTEA soll in realen Betriebsumgebungen validiert werden. Living Labs sind kein Bestandteil der Architektur selbst, sondern eine Methode zu ihrer experimentellen Validierung.

1HypotheseLässt sich ein übertragbares Bedeutungsmodell über Domänen hinweg erstellen?
2ImplementierungPrinzipien werden in der Referenzplattform GridKeeper implementiert
3Living LabsValidierung in Energiewirtschaft, Industrie, Kommunen, Forschung und Bildung
4ValidierungMessung von Interoperabilität, Skalierbarkeit, Konsistenz und Übertragbarkeit

Entwicklung der ersten Referenzimplementierung der offenen UTEA-Metaarchitektur zur Verwaltung technologischer Ökosysteme

Das Projekt soll nicht die gesamte langfristige Vision von UTEA umsetzen. Es umfasst eine konkrete Forschungs- und Entwicklungsphase: die Grundlagen der Metaarchitektur, ausgewählte semantische Modelle, eine Referenzimplementierung in GridKeeper und deren experimentelle Validierung.

ForschungsebeneOntologie, Datenmodell, Interoperabilität, semantische Darstellung, Validierungsmethodik
ImplementierungsebeneGridKeeper als funktionsfähige Referenzimplementierung in ausgewählten Technologiedomänen
Experimentelle EbeneValidierung mit realen Daten und in den Betriebsumgebungen von Living Labs

UTEA Compliant

Ziel ist eine Umgebung, in der Hersteller und Entwickler nicht lediglich erklären, dass sie „UTEA unterstützen“, sondern dass ihre Produkte und Datenmodelle mit UTEA kompatibel sind und deren Spezifikation erfüllen.

Eine Zertifizierung oder ein formales Konformitätsprogramm ist eine langfristige Perspektive. Sie beschreibt weder den aktuellen Projektstand noch eine Verpflichtung für eine einzelne Förderperiode.

Zukunftskonzept UTEA COMPLIANT semantische Interoperabilität

UTEA Initiative

Für fachliche Zusammenarbeit, Forschungsprojekte, Living Labs und geplante UTEA-Implementierungen.

Jiří Materna Gründer der UTEA-Initiative +420 774 430 333 jiri.materna@email.cz